Traumpfad 5: Koberner Burgpfad

Blick durch den Weinberg - Traumpfad in Kobern
Blick durch den Weinberg - Traumpfad in Kobern

Hi zusammen – heute gibt’s Traumpfad Nummer 5!

Der Traumpfad Koberner Burgpfad ist wahrlich kein Zuckerschlecken – rund 17 km und 517 Höhenmeter können es in sich haben.
Aber was soll ich sagen? Es sind wunderschöne Kilometer, denn die Ecke Kobern-Gondorf an der Mosel ist einfach nur herrlich!
Mögt ihr mitkommen auf den fünften Traumpfad in Rheinland-Pfalz, den ich im Herbst gewandert bin? Dann los!

Blick ins Wandertagebuch:

„Wir, meine Cousine (auch bekannt als „Prinzessin“) und ich, sitzen in einer Bäckerei in Kobern-Gondorf und genießen je zwei belegte Brötchenhälften und ein Getränk sowie eine rheinlandpfälzische Rahmwaffel. Genau das ist auch nötig, dieses Genießen, denn man hat uns gerade 12,60 Euro für die Leckereien abgeknöpft
Ein paar Minuten später geht es zum Startpunkt des Traumpfades – wo ich bemerke, dass meine neue Uhr in der Bäckerei liegen geblieben sein muss.
Gott sei Dank hat ein nettes älteres Paar drauf gesch***, dass das Ding sauteuer war und es netterweise bei der Verkäuferin abgegeben.
Puh, Glück gehabt. Und wach bin ich jetzt auch. 😉

Hätte mich die Episode mit der Uhr nicht aufgeweckt, hätte es allerdings auch der direkt am Anfang des Weges auf uns wartende steile Aufstieg über serpentinenartige und sehr schmale Pfade getan. Da kommt man schon am frühen Morgen ins Schwitzen. Aber die Farben der Blätter sind toll, sie rascheln fein unter unseren Füßen und immer wieder bringt der Weg hübsche Ausblicke auf die Mosel und das unter uns liegende Kobern mit sich. Ein herrlicher Start in den Tag.

Serpentinen

Als wir den Anstieg endlich hinter uns haben, befinden wir uns auf einem Hochplateau. „Prinzessin“ ist glücklich, ich auch – allerdings nur einigermaßen, denn mir ist klar, dass wir mit Sicherheit gleich wieder runter (und dann wieder rauf ) müssen, denn schließlich laufen wir in Richtung Gerlachsmühle. Und Mühlen liegen nun mal meistens im Tal. Diese Mühle verfügt leider nicht über ein Café, weshalb wir weiterstiefeln in Richtung Solligerhof, einer Siedlung, vor der wir erst einmal das hübsche Keverbachtal durchwandern dürfen. Idyllische Wälder hat’s hier, allerlei plätschernde Bäche und auch so einiges an Schlamm – doch wir schaffen es beide mal, uns nicht direkt abzupacken.

In Solligerhof (nicht ganz auf dem „Traumpfad“ gelegen) suchen wir das Alte Landgasthaus „Villa Provence“ – und werden quasi 45 Minuten in eine andere Welt entführt. Nämlich in ein Wohnhaus, das voller hübscher Deko steckt und irgendwie nur aus schiefen Räumen zu bestehen scheint. Der Latte Macchiato ist lecker und der Streuselkuchen gigantisch – und die Inhaber sind sehr mitteilungsfreudig. Ich frage die Dame des Hauses (der Inhaber unserer Unterkunft, der absolut urigen Linkemühle in Niederfell, hat mir gesagt, ich solle mich mal danach erkundigen), ob sie immer noch die Burggräfin sei? Und dann geht’s los (danke, Werner…).

Ich erfahre, dass sie seit zwei Jahren „in Rente“ ist. Die Burggräfin war eine historische Figur dieser Region – und zugleich Marketingwerkzeug, die sonnige Untermosel bekannter zu machen. Ähnlich wie die Weinköniginnen. Sogar Angela Merkel wurde schon vom Burggrafenpaar besucht; das Ehepaar Moritz hat zig Jahre lang rund 300 Auftritte pro Jahr als dieses Paar wahrgenommen.
Logisch, dass es dann irgendwann einmal reicht.

Beim Abschied, der etwas länger dauert, weil wir noch Anekdoten aus dem Leben einer Geschäftsfrau in einer Urlaubsregion lauschen, werden wir vom Berner Sennenhund Max, einem riesigen Schaf mit goldiger Ausstrahlung, verabschiedet.
Seltsamer Ort, aber durchaus amüsant. Da kann man bestimmt auch gut nächtigen.

Fernsichten über Fernsichten

Was folgt, sind wunderschöne Fernsichten, denn wir erkunden wieder ein Plateau sowie allerlei Laub- und Mischwälder, bis wir plötzlich endlich über Wolken stehen – einem kleinen Kaff, das aber ein schönes Fotomotiv darstellt. Reiter passieren uns, ein Jeep juckelt vorbei – und wir wandern auch schnell weiter, weil uns langsam kalt wird. Außerdem lockt Kobern mit der Matthiaskapelle (ist natürlich geschlossen) sowie Ober- und Niederburg (sehr beeindruckende, ruhige Stätten mit fantastischen Ausblicken auf Kobern).
Zuvor möchte „Prinzessin“ sich noch am erfrischenden Wasser der Quidoquelle laben, das als „Sauberwasser“ beworben wird.
Dass sie anschließend jedoch vor, wie sie sagt, lauter Kupfergeschmack im Mund danach nicht den Streuselkuchen wieder von sich gibt, ist ein Wunder )

Restaurant am Markt: Sooo lecker!

Irgendwann stehen wir tatsächlich wieder in Kobern – und mir fällt das Restaurant am Markt, Marktplatz 8, ein, in dem ich beim letzten Besuch auch gegessen hatte.
Tipp: Bestellt hier nur halbe Portionen, denn ihr werdet eine ganze Portion einfach schon aus körperlichen Gründen nicht aufessen können…
Es schmeckt aber bombastisch, sodass wir uns einiges von dem nicht zu schaffenden Fleischberg einpacken lassen.
Sehr nett hier – und tolle Preise! Wirklich zu empfehlen!

Jetzt bin ich platt und will eigentlich nur noch schlafen.
Hoffentlich ist der Wettergott morgen ebenso gnädig wie heute…“

Euch alles Liebe, bleibt gesund – und fahrt einfach mal an die Mosel, um die Traumpfade zu entdecken.
Auch dieser hier beschriebene Weg war zauberhaft. Und das ist absolut ehrlich gemeint.

Auf bald!

Eure Iris / Kirsche
*wink*
👋👋👣👣🍒

 

Und schließlich  – wie immer – noch ein paar Impressionen…

Traumpfad: Koberner Burgpfad

Weitere Beiträge aus der chaoskirsche-Traumpfade-Reihe:

Traumpfad 1: Der Pyrmonter Felsensteig

Traumpfad 2: Bleidenberger Ausblicke

Traumpfad 3: Nette-Schieferpfad Eifel

Traumpfad 4: Monrealer Ritterschlag

Traumpfad 6: Bergschluchtenpfad Ehrenburg

Nützliche Links:

Die Linkemühle in Niederfell
Meistens mein „Quartier auf Zeit“ an der Mosel.

Projektbüro Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel-Touristik
Infos zu allen 26 (27) Traumpfaden und den sechs Traumpfädchen, die es bisher gibt. Mit Tourenplaner, Highlights der einzelnen Rundwanderwege, Anfahrtsbeschreibungen, App und mehr

Mein Begleiter: Der Attila von Hyberg
Mit diesem Rucksack bin ich immer unterwegs – hier findet ihr meinen ausführlichen Testbericht dazu.

Alte Mühle Höreth
Ein kleiner Restauranttipp (urige Räume) – allerdings: nicht billig.

Schöne Bücher zu den Traumpfaden und Traumpfädchen:

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